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Sofortimplantat: Voraussetzungen, Vor- und Nachteile Weniger Eingriffe, schnellere Heilung

Herkömmliche Implantate dauern bis zu 12 Monate – ein Sofortimplantat liefert Funktion und Ästhetik in nur einem Termin.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Ein Sofortimplantat ersetzt den Zahn direkt nach der Extraktion und verhindert so den natürlichen Knochenabbau im Kiefer.
  • check Die Voraussetzung ist eine Primärstabilität von mindestens 30 Ncm sowie entzündungsfreies Gewebe an der Extraktionsstelle.
  • check Die Behandlungszeit verkürzt sich auf 3 bis 4 Monate, während herkömmliche Implantate 8 bis 12 Monate dauern können.
  • check Die Kosten liegen zwischen 1.000 und 1.800 Euro pro Implantat, wobei die Krankenkasse nur einen festen Zuschuss leistet.
  • check Risikofaktoren wie unkontrollierter Diabetes oder starkes Rauchen können die Erfolgsrate deutlich verschlechtern.
Sofortimplantat: Voraussetzungen, Vor- und Nachteile
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Inhaltsverzeichnis

1. Zahn raus, Implantat rein – so funktioniert es

Ein Sofortimplantat bietet die Möglichkeit, einen Zahn direkt nach der Extraktion zu ersetzen – ohne monatelange Wartezeit. Das Verfahren kombiniert Zahnextraktion und Implantation in einem einzigen Schritt, wodurch Zahnlücken sofort geschlossen und die Funktion schnell wiederhergestellt werden können. Allerdings ist diese Methode nicht für jeden geeignet und bringt bestimmte Risiken mit sich. Hier sind die wichtigsten Punkte:

  • Vorteile: Schnellere Behandlung, weniger Zahnarztbesuche, sofortige ästhetische und funktionale Lösung, Schutz vor Knochenabbau.
  • Voraussetzungen: Gesunder Kieferknochen mit ausreichender Stabilität (mindestens 30 Ncm), entzündungsfreie Extraktionsstelle, intaktes Zahnfleisch, stabiler Allgemeinzustand.
  • Risiken: Höhere Misserfolgsrate bei schwierigen Fällen, nicht geeignet bei Infektionen, starkem Rauchen oder unkontrolliertem Diabetes.
  • Kosten: 1.000 € bis 1.800 € pro Implantat; gesetzliche Krankenkassen übernehmen meist nur einen festen Zuschuss.

Ein erfahrener Chirurg und präzise 3D-Diagnostik sind entscheidend für den Erfolg. Das Verfahren eignet sich besonders für Patienten, die eine schnelle und diskrete Lösung suchen, vorausgesetzt, alle medizinischen Voraussetzungen sind erfüllt.

2. Probleme durch Zahnverlust und wie Sofortimplantate helfen

Der Verlust eines Zahns hat oft weitreichende Auswirkungen – sowohl funktional als auch ästhetisch. Die Fähigkeit, richtig zu kauen, wird direkt eingeschränkt. Genau das war früher der Hauptgrund, warum viele Patienten sich für Zahnimplantate entschieden haben. Doch es geht nicht nur um Funktion: Eine sichtbare Zahnlücke und die Veränderung des umgebenden Weichgewebes können das Selbstbewusstsein stark beeinträchtigen. Außerdem setzt der Verlust eines Zahns oft einen Prozess in Gang, der den umliegenden Kieferknochen abbaut.

Ohne die natürliche Belastung durch den Zahn fehlt dem Kieferknochen die nötige Stimulation, was zu einem Rückgang von Knochendichte und -volumen führt. Besonders betroffen ist die dünne Knochenwand auf der wangenwärtigen Seite der Zahnlücke. Diese zeigt oft einen stärkeren Abbau als dickere Bereiche. Eine Studie von Cooper et al. untersuchte 34 obere Frontzähne und fand in 52 % der Fälle bereits bestehende Knochendefekte [1].

Herkömmliche Behandlungsmethoden können diese Problematik verschärfen, da sie oft mit längeren Behandlungszeiten einhergehen. Eine klinische Untersuchung ergab, dass 15 von 73 Patienten (21 %) aufgrund eines fortgeschrittenen Knochenschwunds an der Extraktionsstelle nicht wie geplant mit einem Sofortimplantat versorgt werden konnten [1]. Hier setzen Sofortimplantate an, die eine zeitnahe Stabilisierung ermöglichen.

Sofortimplantate bieten klare Vorteile: Sie werden am gleichen Tag der Zahnentfernung eingesetzt und häufig direkt mit einem provisorischen Zahnersatz versorgt. So bleibt die Zahnlücke unsichtbar, und die mechanische Belastung durch das Kauen signalisiert dem Körper, den Knochen zu erhalten. Patienten profitieren von kürzeren Behandlungszeiten, weniger Eingriffen und einer schnellen Wiederherstellung von Funktion und Ästhetik – besonders im sichtbaren Frontzahnbereich.

3. Voraussetzungen für Sofortimplantate

In diesem Abschnitt geht es um die medizinischen Anforderungen, die erfüllt sein müssen, damit ein Sofortimplantat erfolgreich eingesetzt werden kann. Nicht jede Zahnlücke ist dafür geeignet, da mehrere Faktoren berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören die Stabilität des Knochens, entzündungsfreies Gewebe und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten.

Knochenqualität und Stabilität

Eine der wichtigsten Bedingungen für ein Sofortimplantat ist die Primärstabilität. Das bedeutet, dass das Implantat direkt nach dem Einsetzen mechanisch fest im Kieferknochen verankert sein muss. Während des Eingriffs misst der Zahnarzt das sogenannte Eindrehmoment – die Kraft, mit der das Implantat in den Knochen geschraubt wird. Dieser Wert sollte mindestens 30 Ncm (Newtonzentimeter) betragen. Liegt der Wert darunter, fehlt die nötige Stabilität.

Auch die wangenseitige Knochendicke an der Stelle, an der der Zahn gezogen wurde, ist entscheidend. Eine Dicke von mehr als 1 mm – der sogenannte „Thick Wall"-Phänotyp – ist ideal, da dünner Knochen (unter 1 mm) nach der Implantation dreimal stärker zurückgeht. Allerdings erfüllen nur etwa 4,6 % der Schneidezahnstellen im vorderen Oberkiefer diese optimale Voraussetzung. Zudem sollte zwischen der Implantatoberfläche und der inneren Knochenwand ein Abstand von mindestens 2 mm bestehen, der mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt wird.

Keine Infektionen oder Entzündungen

Für eine erfolgreiche Sofortimplantation muss die Extraktionsstelle entzündungsfrei sein. Liegen akute oder eitrige Entzündungen an der Zahnwurzel oder im Zahnfleisch vor, ist der Eingriff nicht möglich. Ebenso wichtig ist der Zustand des Zahnfleisches: Es sollte gesund sein und fest am Knochen anliegen. Wird das Gewebe während der Zahnentfernung beschädigt oder löst es sich vom Knochen, kann dies den Erfolg des Implantats gefährden. Außerdem muss die wangenseitige Knochenwand vollständig intakt sein, ohne Risse oder Schäden durch frühere Verletzungen oder Infektionen.

Allgemeine Gesundheit und zahnmedizinische Bedingungen

Neben den lokalen Voraussetzungen im Mund spielt auch der allgemeine Gesundheitszustand eine große Rolle. Beispielsweise verschlechtern unbehandelter Diabetes und starkes Rauchen die Wundheilung erheblich. Eine sorgfältige Anamnese ist daher unerlässlich.

„Indicators that speak against immediate loading are not necessarily related to the condition of the jaw. Diabetes or heavy smoking can also worsen the prognosis for immediate implants." – Leading Medicine Guide Editors

Zusätzlich ist es wichtig, dass die Zahnentfernung schonend durchgeführt wird. Der Zahnarzt verwendet spezielle dünne Instrumente, sogenannte Periotome, um den Zahn zu lösen, ohne das umliegende Gewebe zu beschädigen. Wenn alle diese Voraussetzungen erfüllt sind, steht einem sicheren Sofortimplantat nichts im Weg.

4. So läuft die Sofortimplantation ab: Schritt für Schritt

Untersuchung und Planung vor der Operation

Bevor die Implantation beginnt, steht eine gründliche Diagnostik an. Der Zahnarzt erhebt die Anamnese, fertigt klinische Fotos sowie Modelle an und führt eine radiologische Untersuchung durch. Hierbei kommen neben Einzelzahnaufnahmen und Panoramaröntgen häufig 3D-Cone-Beam-Computertomographien (CBCT) zum Einsatz. Diese liefern detaillierte Informationen über die Dicke der wangenseitigen Knochenwand, die Höhe der gaumenseitigen Wand und die Lage des Nasen-Gaumen-Kanals.

Auch das Weichgewebe wird genau untersucht. Patienten mit dickem Zahnfleisch haben ein geringeres Risiko für Zahnfleischrückgang, während dünnes Gewebe anfälliger ist. Vor der Zahnentfernung wird ein Abdruck oder ein Intraoralscan erstellt, um die spätere Krone exakt an die natürliche Zahnform anzupassen. Mithilfe dieser 3D-Daten lassen sich chirurgische Schablonen und provisorische Kronen digital planen. Diese präzise Vorbereitung bildet die Grundlage für einen strukturierten Eingriff.

Operation und Implantat-Einsetzung

Die Operation selbst beginnt mit einer örtlichen Betäubung. Der Zahn wird vorsichtig mit Periotomen entfernt, um den umliegenden Knochen und das Zahnfleisch zu schonen. Direkt im Anschluss wird das Implantat in die frische Zahnlücke eingesetzt. Dabei kommt ein Kompressor zum Einsatz, der den Knochen seitlich verdichtet, um die Stabilität zu erhöhen.

Ein Drehmomentmessgerät überprüft die Festigkeit des Implantats. Liegt der Wert bei mindestens 25 bis 30 Ncm, ist die notwendige Primärstabilität erreicht. Bleiben kleine Spalten, werden diese mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Häufig wird direkt danach eine provisorische Krone eingesetzt, die keinen Kontakt zum Gegenzahn hat. So beginnt die Einheilphase unmittelbar nach dem Eingriff.

Heilungsphase und Nachsorge

In der Einheilphase, die in der Regel 2 bis 3 Monate dauert, wächst der Knochen um das Implantat herum. Dieser Prozess, die sogenannte Osseointegration, ist im Unterkiefer nach 3 bis 5 Monaten abgeschlossen. Im Oberkiefer benötigt er aufgrund der geringeren Knochendichte 4 bis 6 Monate.

Während der ersten 8 Wochen sollte die Implantatseite nicht belastet werden. Die provisorische Krone schützt das Implantat in dieser Zeit vor Kaukräften. Wenn keine Sofortkrone eingesetzt werden kann, wird manchmal eine Maryland-Brücke verwendet. Diese wird für etwa 10 Wochen an den Nachbarzähnen befestigt, um die Lücke optisch zu schließen, ohne das Implantat zu belasten.

5. Vorteile von Sofortimplantaten

Schutz vor Knochenabbau

Ein Sofortimplantat ersetzt die Zahnwurzel direkt am Tag der Zahnentfernung. Das gibt dem Kieferknochen sofort die nötige mechanische Belastung, um seine Struktur und Dichte zu bewahren. Ohne diese Belastung beginnt der Knochen schnell abzubauen – ein häufiges Problem bei herkömmlichen Implantaten, die oft erst 3 bis 6 Monate später eingesetzt werden. Dieser spätere Eingriff kann zusätzliche, teure Maßnahmen wie eine Knochenaugmentation erfordern, die zwischen 300 € und 1.000 € kosten kann. Mit Sofortimplantaten lässt sich dieser zusätzliche Schritt in vielen Fällen vermeiden, was den gesamten Behandlungsprozess effizienter macht.

Weniger Termine und schnellere Behandlung

Die Möglichkeit, das Implantat direkt nach der Zahnentfernung einzusetzen, reduziert die Anzahl der Zahnarztbesuche und verkürzt die Behandlungszeit erheblich. Während traditionelle Verfahren oft 8 bis 12 Monate dauern, kann die Behandlung mit Sofortimplantaten auf etwa 3 bis 4 Monate reduziert werden. Dank moderner 3D-Planung können chirurgische Schablonen und provisorische Kronen im Voraus vorbereitet werden. Das bedeutet, dass am Tag des Eingriffs alles bereitsteht und ein zweiter chirurgischer Eingriff überflüssig wird.

Sofortige Ästhetik und Funktion

Neben dem funktionellen Nutzen bieten Sofortimplantate auch eine sofortige ästhetische Lösung. Direkt nach der Implantation wird eine provisorische Krone eingesetzt, die sowohl das Aussehen als auch die Funktion wiederherstellt – ein großer Vorteil, insbesondere im Frontzahnbereich. Diese Krone stabilisiert das Zahnfleisch und den Kieferknochen, wodurch die natürliche Kontur erhalten bleibt. Das Ergebnis ist nicht nur optisch ansprechend, sondern reduziert auch den psychischen Stress für die Patienten. Nach der Einheilphase wird die provisorische Krone durch die endgültige Versorgung ersetzt, die langfristig Stabilität und Ästhetik gewährleistet.

6. Nachteile und Risiken von Sofortimplantaten

Trotz ihrer Vorteile bringen Sofortimplantate auch einige spezifische Risiken mit sich, die sorgfältig abgewogen werden sollten.

Höhere Misserfolgsrate in schwierigen Fällen

Eine ausreichende Stabilität von mindestens 30 Ncm ist entscheidend. Wird diese nicht erreicht, kann es zu einer problematischen Einheilphase kommen. Besonders im Oberkiefer ist das Risiko erhöht, da der Knochen dort weniger dicht ist als im Unterkiefer. Die meisten Implantatverluste treten in den ersten drei Monaten auf, also während der kritischen Einheilzeit. Faktoren wie übermäßige Belastung – etwa durch Zähneknirschen (Bruxismus) oder ein schlecht angepasstes Provisorium – können zu einer Lockerung oder gar einem Bruch des Implantats führen.

Ein weiteres Problem ist die Resorption des dünnen Gesichtsknochens. Die äußere Knochenwand der Zahnlücke ist oft weniger als 1 mm dick und baut sich nach einer Zahnentfernung natürlicherweise ab. Ein Sofortimplantat verhindert diesen Abbau nicht automatisch. Bei einer dünnen Knochenwand (<1 mm) besteht das Risiko, dass das Zahnfleisch um 1 mm oder mehr zurückgeht – dies tritt in etwa 20–30 % der Fälle auf. Diese Herausforderungen verdeutlichen, wie wichtig die zuvor genannten Voraussetzungen sind.

Nicht für alle Situationen geeignet

Sofortimplantate können nur unter optimalen Bedingungen eingesetzt werden. Bei akuten Entzündungen oder Infektionen an der Extraktionsstelle, beispielsweise durch eine Wurzelentzündung oder fortgeschrittene Karies, muss die Infektion erst vollständig ausheilen, bevor ein Implantat möglich ist.

Auch bestimmte Vorerkrankungen schließen die Methode aus. Unkontrollierter Diabetes verzögert die Wundheilung und erhöht das Risiko für Infektionen erheblich. Osteoporose führt zu einer geringeren Knochendichte, was den Halt des Implantats beeinträchtigt. Starkes Rauchen verdoppelt die Misserfolgsrate, da es die Durchblutung des Zahnfleisches verschlechtert und das Immunsystem schwächt – ideale Voraussetzungen für Komplikationen wie Periimplantitis.

Erfordert erfahrenen Chirurgen

„Der Kliniker und sein Team müssen chirurgisch erfahren und gut in Implantatverfahren geschult sein." – Jan H. Koch, Zahnmedizinischer Autor

Der Erfolg eines Sofortimplantats hängt stark von der Erfahrung und Präzision des Chirurgen ab. Im Gegensatz zu verzögerten Implantaten, bei denen die Heilung mehr Zeit hat, ist die Primärstabilität bei Sofortimplantaten fast ausschließlich von der technischen Fertigkeit des Chirurgen abhängig. Eine falsche Positionierung, beispielsweise zu nah an der Wange, kann ästhetische Probleme wie sichtbare Metallränder oder Zahnfleischrückgang verursachen.

Ein erfahrener Chirurg muss nicht nur die korrekte Positionierung sicherstellen, sondern auch in der Lage sein, Knochen- und Weichgewebeaufbau zu meistern. Ohne diese Expertise steigt das Risiko für Komplikationen erheblich. Moderne Hilfsmittel wie die 3D-Diagnostik mittels Cone-Beam-CT und digitale Behandlungsplanung sind unerlässlich, um die Implantatposition millimetergenau festzulegen. Ohne diese Technologien und das entsprechende Know-how können schwerwiegende Probleme auftreten – von Nervverletzungen bis hin zu langfristigem Knochenverlust. Diese Anforderungen verdeutlichen, wie entscheidend die chirurgische Erfahrung für den Erfolg ist.

7. Fazit: Entscheidung für oder gegen ein Sofortimplantat

Ein Sofortimplantat funktioniert nur unter optimalen Bedingungen: Dazu gehören eine ausreichende Knochendichte (mindestens 30 Ncm), eine entzündungsfreie Extraktionsstelle, gesundes Zahnfleisch und ein stabiler Allgemeinzustand. Werden diese Kriterien nicht strikt eingehalten, kommt es bei 20 % bis 30 % der Fälle zu einem Zahnfleischrückgang von 1 mm oder mehr.

Diese Voraussetzungen sind entscheidend für Ihre Entscheidung. Suchen Sie einen erfahrenen Implantologen auf und lassen Sie sich umfassend beraten. Eine präzise 3D-Diagnostik (DVT) ist empfehlenswert, um die Knochenstruktur und -dichte genau zu analysieren. Klären Sie vorab, welche Art der Sofortversorgung geplant ist, und erkundigen Sie sich nach der Dicke Ihrer buccalen Knochenschicht. Liegt diese unter 1 mm, steigt das Risiko für Komplikationen deutlich.

Auch die Kosten spielen eine wichtige Rolle. Die Behandlungskosten pro Implantat liegen zwischen 1.000 € und 1.800 €. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in der Regel nur einen festen Zuschuss, weshalb ein Vergleich der Heil- und Kostenpläne sinnvoll ist. Eine Zahnzusatzversicherung kann Ihre Eigenbeteiligung spürbar senken.

Rauchen und unkontrollierter Diabetes sind wichtige Risikofaktoren, die das Implantatversagen begünstigen und die Wundheilung verzögern können. In solchen Fällen könnte ein verzögertes Implantationsverfahren die sicherere Option sein. Die Behandlungsdauer bei Sofortimplantaten beträgt in der Regel 3 bis 6 Monate – deutlich kürzer als bei herkömmlichen Methoden, die bis zu 12 Monate dauern können. Allerdings gilt dies nur, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind.

8. Häufig gestellte Fragen

Die Erfolgschancen eines Sofortimplantats hängen von verschiedenen Faktoren ab, die sowohl den Kieferknochen als auch das umliegende Gewebe betreffen. Ein stabiler und ausreichend vorhandener Kieferknochen ist entscheidend, damit das Implantat sicher verankert werden kann. Ebenso sollte das Zahnfleisch gesund sein und keine Anzeichen von Entzündungen an der Stelle der Zahnextraktion aufweisen. Entzündungen könnten nämlich die Heilung und Integration des Implantats erheblich beeinträchtigen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die chirurgische Technik. Die sogenannte primäre Stabilität des Implantats, also wie fest es unmittelbar nach dem Einsetzen sitzt, spielt eine zentrale Rolle. Nur wenn das Implantat von Anfang an stabil ist, kann die Verbindung mit dem Knochen – die sogenannte Osseointegration – erfolgreich verlaufen.

Zusätzlich müssen mögliche Risikofaktoren wie Knochenmangel, bestehende Entzündungen oder systemische Erkrankungen wie Diabetes individuell geprüft werden. Sind jedoch die Voraussetzungen im Kieferknochen und im umliegenden Gewebe ideal, stehen die Chancen für ein Sofortimplantat sehr gut.

Ob Ihr Kieferknochen stabil genug für ein Sofortimplantat ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Wichtig ist, dass genügend Knochenmasse vorhanden ist, um das Implantat sicher zu verankern. Auch darf es keine akuten Entzündungen im geplanten Implantationsbereich geben, da diese den Heilungsprozess stören könnten.

Ihr Zahnarzt oder Oralchirurg wird vorab eine gründliche Untersuchung durchführen. Dazu gehört oft eine bildgebende Diagnostik wie ein 3D-Röntgen (DVT). Diese Technologie liefert eine präzise Analyse der Knochenqualität und -struktur. Falls der Knochen nicht ausreicht, könnten vorbereitende Maßnahmen wie ein Knochenaufbau erforderlich sein.

Eine Beratung durch einen erfahrenen Zahnarzt ist entscheidend. Er wird Ihre individuelle Situation bewerten und Aspekte wie Knochenbeschaffenheit, Weichgewebe und Ihren allgemeinen Gesundheitszustand berücksichtigen.

Sofortimplantate können bei bestimmten Personengruppen, wie Rauchern und Diabetikern, mit einem höheren Risiko für Komplikationen einhergehen.

Rauchen stellt ein Problem dar, da es die Wundheilung beeinträchtigt und entzündliche Prozesse fördert. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit für periimplantäre Erkrankungen, also Entzündungen des Gewebes rund um das Implantat.

Bei Diabetes, vor allem wenn dieser schlecht eingestellt ist, kann die Heilung verzögert werden. Gleichzeitig steigt das Risiko für Infektionen, was den Erfolg der Implantation gefährden kann.

Maßnahmen zur Risikominimierung

  • Für Diabetiker: Eine stabile Blutzuckerkontrolle ist entscheidend, um die Heilung zu fördern und Komplikationen zu vermeiden.
  • Für Raucher: Der Verzicht auf Zigaretten vor und nach der Implantation kann die Heilungschancen erheblich verbessern.

Zusätzlich ist eine sorgfältige Planung und eine engmaschige Nachsorge durch den Zahnarzt essenziell. So können mögliche Probleme frühzeitig erkannt und behandelt werden, was den langfristigen Erfolg der Implantation unterstützt.

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