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Zahnbrücke: Arten, Voraussetzungen, Kosten, Erstattung Zahnlücken sicher schließen

Von 500 EUR bis 15.000 EUR je nach Brückentyp – die GKV übernimmt bis zu 75 % der Regelversorgung

Das Wichtigste in Kürze

  • check Zahnbrücken schließen Zahnlücken dauerhaft und werden fest an Nachbarzähnen oder Implantaten als Pfeilerzähne verankert.
  • check Je nach individueller Situation kommen klassische Brücken, Maryland-Brücken oder implantatgetragene Varianten infrage.
  • check Die gesetzliche Krankenkasse zahlt 60–75 % der Regelversorgung, abhängig von Ihrem gepflegten Bonusheft-Status.
  • check Voraussetzung für eine klassische Brücke sind gesunde Pfeilerzähne mit stabilen Wurzeln und entzündungsfreies Zahnfleisch.
  • check Eine Zahnzusatzversicherung kann den Eigenanteil bei hochwertigen Materialien wie Vollkeramik erheblich reduzieren.
Zahnbrücke: Arten, Voraussetzungen, Kosten, Erstattung
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Inhaltsverzeichnis

1. Was eine Zahnbrücke leistet und kostet

Eine Zahnbrücke schließt Zahnlücken und stellt Ästhetik sowie Funktion wieder her. Sie wird fest an Nachbarzähnen oder Implantaten verankert und bleibt dauerhaft im Mund. Je nach Brückentyp und Material liegen die Kosten zwischen 500 EUR und 15.000 EUR. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt 60 % bis 75 % der Regelversorgung, private Zusatzversicherungen können die Restkosten decken.

Wichtige Punkte auf einen Blick:

  • Arten von Zahnbrücken: Klassische Brücken, Maryland-Brücken, Freiendbrücken, Implantatgetragene Brücken, Hybrid- und Inlay-Brücken.
  • Kosten: Abhängig von Material, Brückentyp und Anzahl der Glieder (z. B. Vollkeramik: 1.100 EUR – 3.000 EUR).
  • Erstattung: GKV zahlt 60 % – 75 % der Regelversorgung, private Versicherungen können den Rest übernehmen.
  • Voraussetzungen: Gesunde Pfeilerzähne, entzündungsfreies Zahnfleisch, ausreichende Knochensubstanz bei Implantaten.

Zahnbrücken bieten eine langlebige Lösung, wenn sie sorgfältig geplant und gepflegt werden. Die Wahl des richtigen Materials und Brückentyps hängt von individuellen Bedürfnissen und Budget ab.

2. Arten von Zahnbrücken

Je nach Position der Lücke, Zustand der benachbarten Zähne und finanziellen Möglichkeiten gibt es verschiedene Konstruktionen von Zahnbrücken. Hier sind die wichtigsten Typen im Überblick:

Traditionelle Brücken

Die klassische Variante ist die traditionelle Zahnbrücke. Sie besteht aus einem künstlichen Zahn (Brückenglied), der von zwei Kronen getragen wird. Diese Kronen werden auf die benachbarten Zähne – die sogenannten Pfeilerzähne – zementiert. Dafür müssen die Nachbarzähne jedoch beschliffen werden, wodurch 40 % bis 60 % der gesunden Zahnsubstanz verloren gehen. Traditionelle Brücken sind besonders für Backenzähne geeignet, da sie hohen Kaudruck aushalten können. Sie haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 10 bis 20 Jahren.

Maryland-Brücken (Klebebrücken)

Maryland-Brücken sind eine minimalinvasive Alternative. Sie werden mit dünnen Metall- oder Keramikflügeln an der Rückseite der Nachbarzähne befestigt, ohne dass diese beschliffen werden müssen. Diese Methode schont die Zahnsubstanz erheblich, ist jedoch weniger stabil und daher vor allem für den Frontzahnbereich geeignet, wo der Kaudruck geringer ist. Die Kosten für diese Brückenart liegen zwischen 1.500 EUR und 2.500 EUR. Besonders bei Jugendlichen unter 18 Jahren, deren Kieferwachstum noch nicht abgeschlossen ist, werden Maryland-Brücken häufig empfohlen.

Freiendbrücken (Cantilever-Brücken)

Freiendbrücken werden einseitig an einem Pfeilerzahn befestigt, wenn am Ende einer Zahnreihe kein weiterer Zahn als Anker dient. Da der gesamte Kaudruck auf einem einzigen Pfeilerzahn lastet, ist diese Konstruktion biomechanisch anspruchsvoll und weniger stabil. Sie wird daher vor allem in Bereichen mit geringer Belastung, wie im Frontzahnbereich, eingesetzt. Freiendbrücken halten in der Regel 5 bis 15 Jahre.

Implantatgetragene Brücken

Diese Brückenart wird auf Zahnimplantaten befestigt, die wie Schrauben im Kieferknochen verankert sind. Implantatgetragene Brücken bieten maximale Stabilität und verhindern Knochenschwund, da sie den Kiefer wie natürliche Zahnwurzeln belasten. Zudem bleiben die benachbarten Zähne unberührt. Allerdings erfordert diese Methode einen chirurgischen Eingriff und eine Einheilzeit von 3 bis 6 Monaten. Die Kosten für eine Brücke über drei bis vier Zähne mit zwei Implantaten liegen zwischen 5.000 EUR und 15.000 EUR.

Inlay- und Hybridbrücken

Inlay-Brücken werden mit Teilkronen oder Füllungen (Inlays) an den Nachbarzähnen befestigt, was die Zahnsubstanz schont. Hybridbrücken kombinieren einen natürlichen Zahn und ein Implantat als Pfeiler. Diese Lösung wird gewählt, wenn das Knochenangebot für eine rein implantatgetragene Brücke nicht ausreicht. Da Zahn und Implantat unterschiedlich beweglich sind, ist eine exakte Planung entscheidend. Beide Varianten bieten spezielle Vorteile, die je nach Situation in Betracht gezogen werden können.

3. Voraussetzungen für eine Zahnbrücke

Nicht jeder Patient kommt für eine Zahnbrücke infrage – der Zahnarzt prüft sorgfältig die medizinischen und zahnärztlichen Gegebenheiten durch Röntgenaufnahmen und klinische Untersuchungen. Abhängig vom gewählten Brückentyp müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, um eine stabile und langlebige Versorgung sicherzustellen.

Gesunde Pfeilerzähne

Die Nachbarzähne der Zahnlücke spielen eine zentrale Rolle bei der Stabilität der Brücke. Sie müssen stabil, kariesfrei und mit starken Wurzeln ausgestattet sein, um den Belastungen des Kauens standzuhalten. Außerdem ist ausreichend intakte Zahnsubstanz erforderlich, da die Pfeilerzähne für die Aufnahme der Kronen beschliffen werden müssen. Sind diese Zähne geschwächt oder beschädigt, können sie die Brücke nicht sicher tragen – in solchen Fällen könnten Implantate oder Teilprothesen eine Alternative sein.

„Die Nachbarzähne der Zahnlücke müssen gesund und kräftig genug sein, um die Brücke zu tragen. Die Pfeilerzähne sollten kariesfrei sein." – Dr. Elisa Jurianz, Zahnärztin

Brücken eignen sich besonders dann, wenn die Nachbarzähne bereits überkront sind oder ohnehin eine Krone benötigen, da keine unberührte Zahnsubstanz geopfert werden muss. Zudem wird ein voll entwickelter Kiefer ab etwa 18 Jahren empfohlen, da das Risiko von Komplikationen beim Beschleifen dann geringer ist.

Parodontale Gesundheit

Gesundes Zahnfleisch und entzündungsfreies Gewebe sind essenziell für den Erfolg einer Zahnbrücke. Erkrankungen wie Parodontitis oder Gingivitis müssen vor der Behandlung vollständig ausgeheilt werden, da entzündetes Zahnfleisch die Stabilität der Brücke beeinträchtigen kann. Auch Infektionen im Kieferknochen oder an den Zahnwurzeln müssen vorab behandelt werden, beispielsweise durch eine Wurzelkanalbehandlung.

„Wenn die Voruntersuchung zeigt, dass beispielsweise der Kieferknochen oder die Zahnwurzeln entzündet sind, müssen diese Beschwerden zunächst behandelt werden, bevor eine Zahnbrücke angefertigt werden kann." – Gerhard W. Koch, Zahnarzt

Darüber hinaus ist eine konsequente Mundhygiene unerlässlich. Der Bereich unter dem Brückenglied muss gründlich gereinigt werden, um Karies und Entzündungen vorzubeugen. Ohne ausreichende Pflege kann die Brücke ihre Funktion vorzeitig verlieren.

Knochenstruktur für Implantate

Für implantatgetragene Brücken ist eine ausreichende Knochendichte und -volumen im Kiefer notwendig, damit die Implantate sicher verankert werden können. Der Zahnarzt überprüft dies mithilfe von Röntgenbildern oder 3D-Scans (DVT). Ist das Knochenangebot nicht ausreichend, kann ein Knochenaufbau erforderlich sein, was die Behandlungskosten deutlich erhöht. Bei traditionellen Brücken spielt die Knochenstruktur zwar keine Rolle bei der anfänglichen Platzierung, jedoch kann es langfristig zu Knochenschwund unter der Zahnlücke kommen, da der Bereich nicht mehr physiologisch belastet wird.

4. Materialien für Zahnbrücken

Die Wahl des Materials spielt eine zentrale Rolle für die Funktion und das Aussehen der verschiedenen Zahnbrückenarten. Faktoren wie Optik, Haltbarkeit und Kosten hängen maßgeblich davon ab. Vollkeramik aus Zirkonoxid ist die bevorzugte Wahl für den sichtbaren Bereich, da sie eine natürliche Ästhetik bietet und keinen Metallkern benötigt. Metall-Keramik (VMK) hingegen kombiniert Stabilität mit guter Optik und eignet sich besonders für Backenzähne.

Vollmetallbrücken, gefertigt aus Nichtedelmetall oder Gold, zeichnen sich durch ihre enorme Belastbarkeit aus. Allerdings sind sie optisch weniger ansprechend und werden daher hauptsächlich im nicht sichtbaren Seitenzahnbereich eingesetzt. Interessant: Bei vollmetallischen Brücken übernimmt die gesetzliche Krankenkasse etwa 60 % der Kosten. Wer ein gepflegtes Bonusheft vorweisen kann, erhält nach 5 bzw. 10 Jahren sogar 70 % oder 75 % Zuschuss. Jede Materialoption bringt spezifische Vor- und Nachteile mit sich.

Materialvergleich

Material Ästhetik Stabilität Kosten Empfohlen für
Vollmetall (NEM) Gering (metallisch) Sehr hoch 500 EUR – 800 EUR Nicht sichtbare Backenzähne
Metall-Keramik (VMK) Gut (zahnfarben, möglicher Metallrand) Hoch 900 EUR – 1.300 EUR Backenzähne und sichtbare Bereiche
Vollkeramik (Zirkonoxid) Hervorragend (natürlich) Hoch 1.500 EUR – 3.000 EUR Frontzähne und hohe ästhetische Ansprüche
Gold (verblendet) Gut Sehr hoch 2.500 EUR – 3.000 EUR+ Backenzähne bei Langlebigkeitswunsch

Die Entscheidung für ein Material richtet sich nach den individuellen ästhetischen und funktionellen Anforderungen. Für Menschen mit Metallallergien sind Vollkeramik und Titan die besten Optionen, da beide Materialien vollständig bioverträglich sind. Titan wird vor allem für Implantatpfosten bei implantatgetragenen Brücken verwendet, da es vom Knochen problemlos akzeptiert wird. Im Frontzahnbereich ist Vollkeramik besonders empfehlenswert, da sie unschöne Metallränder bei Zahnfleischrückgang vermeidet.

5. Kostenübersicht für Zahnbrücken

Die Kosten für Zahnbrücken variieren je nach Art der Brücke, dem verwendeten Material und der Anzahl der zu ersetzenden Zähne. Hier ist ein genauer Überblick über die Preißpannen der verschiedenen Brückentypen.

Eine traditionelle Brücke aus Nichtedelmetall ist mit 500 EUR bis 1.500 EUR eine der günstigeren Optionen. Im Vergleich dazu kostet eine Vollkeramikbrücke zwischen 1.100 EUR und 3.000 EUR. Implantatgetragene Brücken, die chirurgische Eingriffe erfordern, bewegen sich bei drei Gliedern im Bereich von 2.500 EUR bis 7.500 EUR.

Größere Brücken sind teurer: Eine 4-gliedrige Vollkeramikbrücke kostet zwischen 1.000 EUR und 2.600 EUR, während eine 5-gliedrige Brücke 1.700 EUR bis 4.200 EUR kosten kann. Entscheidet man sich für eine Goldbrücke, muss man mit 2.000 EUR bis 3.000 EUR rechnen, wobei diese Variante als besonders langlebig gilt.

Kostenvergleich nach Brückentyp

Brückentyp Geschätzte Gesamtkosten
Traditionelle Brücke (Nichtedelmetall) 500 EUR – 1.500 EUR
Traditionelle Brücke (Gold) 2.000 EUR – 3.000 EUR
Traditionelle Brücke (Vollkeramik/Zirkon) 1.100 EUR – 3.000 EUR
Marylandbrücke (Klebebrücke) 500 EUR – 2.500 EUR
Freiendbrücke (Cantilever) 1.500 EUR – 2.200 EUR
Implantatgetragene Brücke (3 Glieder) 2.500 EUR – 7.500 EUR
Hybridbrücke (1 Implantat + 1 Zahn) 1.900 EUR – 5.000 EUR

Faktoren, die die Kosten beeinflussen

Die Gesamtkosten hängen nicht nur vom Material ab, sondern auch von der Anzahl der Brückenglieder und von zusätzlichen Eingriffen wie einem Sinuslift. Jedes weitere Brückenglied erhöht sowohl die Zahnarztkosten (nach BEMA oder GOZ abgerechnet) als auch die Laborgebühren.

Ein Sinuslift oder Knochenaufbau kann die Gesamtkosten um 1.000 EUR bis 3.000 EUR erhöhen. Auch die Wahl des Dentallabors spielt eine Rolle: Importlabore bieten oft niedrigere Preise, während deutsche Meisterlabore teurer sind. Im sichtbaren Bereich (z. B. Frontzähne) wird meist eine zahnfarbene Verblendung gewählt, was die Kosten im Vergleich zu rein metallischen Brücken erhöht.

Im nächsten Abschnitt erfahren Sie, wie gesetzliche und private Versicherungen diese Kosten teilweise abdecken können.

6. Erstattung durch Versicherungen bei Zahnbrücken

Gesetzliche Krankenversicherung (Festzuschuss-Prinzip)

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) arbeitet nach einem festen Zuschussmodell. Das bedeutet: Sie übernimmt einen festgelegten Betrag, der sich nach der Diagnose richtet, unabhängig davon, welche Behandlungsmethode gewählt wird. Für jede Diagnose gibt es eine sogenannte Regelversorgung, die als medizinisch notwendig und wirtschaftlich angesehen wird. Bei Zahnbrücken ist das in den meisten Fällen eine Vollmetallbrücke aus Nichtedelmetall.

Der Festzuschuss deckt 60 % der Kosten der Regelversorgung. Wer ein gepflegtes Bonusheft mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen vorweisen kann, profitiert von höheren Zuschüssen: Nach fünf Jahren steigt der Zuschuss auf 70 %, nach zehn Jahren auf 75 %.

Vor Beginn der Behandlung muss der Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan (HKP) bei der Krankenkasse einreichen. Seit Juli 2022 läuft dieser Prozess meist digital ab, und die Genehmigung erfolgt oft noch am selben Tag. Diese Genehmigung ist sechs Monate gültig. Wichtig: Beginnen Sie erst mit der Behandlung, wenn die Genehmigung vorliegt. Andernfalls entfällt der Anspruch auf den Festzuschuss.

Für Patienten mit geringem Einkommen oder Sozialleistungen gibt es die Härtefallregelung. Diese ermöglicht eine vollständige Übernahme der Kosten der Regelversorgung. Darüber hinaus besteht eine gesetzliche Garantie von zwei Jahren auf Zahnersatz. Sollte es in diesem Zeitraum zu Mängeln kommen, ist der Zahnarzt verpflichtet, die Brücke kostenfrei zu reparieren oder zu ersetzen.

Private Zahnzusatzversicherungen können den Festzuschuss sinnvoll ergänzen, indem sie einen Großteil der verbleibenden Kosten übernehmen.

Erstattung durch private Zahnzusatzversicherungen

Da der Festzuschuss der GKV oft nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Kosten abdeckt, schließen private Zahnzusatzversicherungen diese finanzielle Lücke. Ein Beispiel: Für eine Vollkeramikbrücke, die etwa 1.880 EUR kostet, zahlt die GKV einen Zuschuss von rund 480 EUR. Viele Zahnzusatzversicherungen übernehmen jedoch 80 % bis 100 % der Gesamtkosten, auch wenn teurere Materialien wie Keramik oder Gold verwendet werden.

Privadent bietet Zugang zu über 150 verschiedenen Tarifen, von denen einige sogar ohne Wartezeit abgeschlossen werden können. Allerdings haben die meisten Versicherungen eine Wartezeit von 6 bis 8 Monaten sowie gestaffelte Leistungsgrenzen in den ersten Jahren (meist 3 bis 5 Jahre). Dies ist besonders relevant bei kostenintensiven Behandlungen wie implantatgetragenen Brücken, die zwischen 5.000 EUR und 15.000 EUR kosten können. Hier übernimmt die GKV lediglich den Festzuschuss für die Regelversorgung (ca. 480 EUR). Eine gute Zusatzversicherung deckt hingegen auch die Kosten für Implantate und den chirurgischen Eingriff.

Um die genaue Höhe der Erstattung zu klären, sollten Sie den Heil- und Kostenplan vor Beginn der Behandlung sowohl bei der GKV als auch bei der Zusatzversicherung einreichen. Ein lückenlos geführtes Bonusheft kann zudem den Anteil der GKV erhöhen und somit die Belastung für die Zusatzversicherung verringern.

7. Fazit

Die Wahl der passenden Zahnbrücke hängt von mehreren Faktoren ab: dem Zustand der Pfeilerzähne, der Position der Zahnlücke, dem verfügbaren Budget und den ästhetischen Vorstellungen. Während traditionelle Brücken das Beschleifen gesunder Zähne erfordern, schonen Maryland-Brücken diese. Implantatgetragene Brücken hingegen bieten den Vorteil, den Kieferknochen zu erhalten, allerdings liegen die Kosten hier zwischen etwa 1.200 EUR und 15.000 EUR.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt 60 % bis 75 % der Regelversorgung, abhängig vom Bonusheft. Um die restlichen Kosten zu decken, kann eine private Zahnzusatzversicherung hilfreich sein. Dabei sollten jedoch Wartezeiten und gestaffelte Leistungen beachtet werden. Ein rechtzeitiges Einreichen des Heil- und Kostenplans bei beiden Versicherungen ist wichtig, um unvorhergesehene Kosten zu vermeiden.

Auch die Haltbarkeit spielt eine wichtige Rolle: Mit gründlicher Mundhygiene und regelmäßiger professioneller Zahnreinigung kann eine Zahnbrücke zwischen 5 und über 20 Jahre halten. Für diejenigen, die langfristig planen und den Knochenerhalt priorisieren, sind Implantate trotz der höheren Anfangskosten eine Überlegung wert.

8. Häufig gestellte Fragen

Die Entscheidung für die richtige Zahnbrücke hängt von mehreren Aspekten ab: der Lage und Größe der Zahnlücke, der Anzahl fehlender Zähne und dem Zustand der benachbarten Zähne. Auch persönliche Anforderungen an Ästhetik und Funktionalität spielen dabei eine wichtige Rolle.

Zu den gängigen Arten von Zahnbrücken gehören konventionelle Brücken, die an den Nachbarzähnen befestigt werden, Klebebrücken, die minimalinvasiv angebracht werden, und implantatgestützte Brücken, die auf einem Implantat verankert sind. Sind die Nachbarzähne gesund und stabil, bietet sich oft eine konventionelle Brücke an.

Für die Auswahl der besten Lösung ist eine Beratung durch Ihren Zahnarzt entscheidend. Dabei können Ihre individuellen Bedürfnisse sowie die Gegebenheiten Ihrer Zähne und Ihres Kiefers berücksichtigt werden.

Die Kosten für eine Zahnbrücke können durch kluge Planung und passende Zusatzversicherungen deutlich reduziert werden. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel einen festen Zuschuss, der etwa 50 % der Kosten für eine Standardbehandlung abdeckt. Um diesen Zuschuss zu erhalten, ist es wichtig, einen Heil- und Kostenplan vom Zahnarzt bei der Krankenkasse einzureichen. Erst nach der Genehmigung wird klar, wie hoch der Zuschuss tatsächlich ausfällt.

Darüber hinaus kann eine private Zahnzusatzversicherung eine wertvolle Unterstützung sein. Diese Versicherungen übernehmen häufig einen größeren Anteil an den verbleibenden Kosten für Zahnersatz wie Brücken, Kronen oder Implantate. Es ist ratsam, die Bedingungen solcher Policen genau zu prüfen und frühzeitig einen Vertrag abzuschließen, um bei größeren Eingriffen finanziell abgesichert zu sein.

Mit einer Kombination aus dem Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse, einer privaten Zusatzversicherung und einer vorausschauenden Planung mit dem Zahnarzt können die Kosten für eine Zahnbrücke spürbar gesenkt werden.

Um eine Zahnbrücke zu bekommen, ist zunächst eine gründliche zahnärztliche Untersuchung notwendig. Der Zahnarzt überprüft dabei, ob eine Brücke die passende Lösung ist, um die Zahnlücke zu schließen. Wichtig ist, dass die umliegenden Zähne und der Kieferknochen stabil genug sind, um die Brücke sicher tragen zu können.

Damit die Krankenkasse einen Festzuschuss gewährt, muss außerdem eine medizinische Notwendigkeit bestehen. Dieser Zuschuss deckt in der Regel die Kosten der sogenannten Regelversorgung ab. Für Menschen mit geringem Einkommen gibt es die Möglichkeit einer Härtefallregelung, die einen höheren Zuschuss bietet. Die genaue Planung der Zahnbrücke wird individuell vorgenommen – sie hängt von der Art der Zahnlücke und den gewählten Materialien ab.

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