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Zahn ziehen (Extraktion): Ablauf, Heilung, Kosten Schonend entfernen, schnell heilen

Die Krankenkasse übernimmt notwendige Extraktionen vollständig – Zahnfleisch heilt in 1-2 Wochen, Knochen in 3-4 Monaten

Das Wichtigste in Kürze

  • check Eine Zahnextraktion wird nötig, wenn der Zahn durch Karies, Parodontitis oder Unfälle nicht mehr gerettet werden kann.
  • check Die Kosten für eine einfache Extraktion liegen bei 80 bis 220 Euro und werden von der Krankenkasse vollständig übernommen.
  • check Das Zahnfleisch heilt in ein bis zwei Wochen, der Kieferknochen benötigt drei bis vier Monate zur Regeneration.
  • check Nach dem Eingriff sollten Sie Nikotin, Alkohol und körperliche Anstrengung für mehrere Tage vermeiden.
  • check Ein Bonusheft kann den Kassenzuschuss für späteren Zahnersatz von 60 auf bis zu 75 Prozent erhöhen.
Zahn ziehen (Extraktion): Ablauf, Heilung, Kosten
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Inhaltsverzeichnis

1. Was Sie vor einer Zahnextraktion wissen sollten

Ein Zahn muss gezogen werden? Hier erfahren Sie alles, was wichtig ist: Gründe, Ablauf, Heilungszeit und Kosten. Ob bei tiefer Karies, Parodontitis oder Weisheitszähnen – Zahnärzte prüfen stets, ob eine Rettung möglich ist, bevor sie zur Extraktion raten. Der Eingriff erfolgt unter Betäubung, und die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt die Kosten, wenn er medizinisch notwendig ist. Nach dem Eingriff ist eine gute Nachsorge entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und die Heilung zu fördern. Zahnersatz wie Implantate, Brücken oder Prothesen sollte frühzeitig geplant werden, um Funktion und Ästhetik des Gebisses zu erhalten.

Wichtige Fakten auf einen Blick:

  • Gründe: Tiefe Karies, Parodontitis, Abszesse, Unfälle, Weisheitszähne, Platzmangel.
  • Ablauf: Lokalanästhesie, Zahnlockerung, Entfernung, Wundreinigung, ggf. Naht.
  • Heilung: Zahnfleisch heilt in 1-2 Wochen, Knochen in 3-4 Monaten.
  • Kosten: 80–220 € (einfache Extraktion), 180–400 € (chirurgische Entfernung). GKV deckt medizinisch notwendige Eingriffe.
  • Nachsorge: Vermeiden Sie Nikotin, Alkohol, Strohhalme und körperliche Anstrengung. Schmerzen lassen meist nach 72 Stunden nach.

Tipp: Ein Bonusheft kann den Festzuschuss der GKV für Zahnersatz von 60 % auf bis zu 75 % erhöhen. Zahnzusatzversicherungen helfen, private Kosten zu senken.

2. Wann ist eine Zahnextraktion notwendig?

Eine Zahnextraktion wird erforderlich, wenn ein Zahn die Mundgesundheit gefährdet oder nicht mehr gerettet werden kann. Nach einer gründlichen Untersuchung entscheidet der Zahnarzt, ob eine Entfernung nötig ist. Hier sind die häufigsten Gründe für eine Zahnextraktion.

Hauptgründe für eine Zahnextraktion

  • Tiefe Karies: Wenn ein Zahn durch Karies so stark geschädigt ist, dass er nicht mehr repariert werden kann, ist die Extraktion oft die einzige Möglichkeit. So wird verhindert, dass sich die Infektion auf benachbarte Zähne oder den Kieferknochen ausbreitet.
  • Fortgeschrittene Parodontitis: Bei schwerer Parodontitis wird die Stützstruktur des Zahns – also Zahnfleisch und Kieferknochen – abgebaut. Wenn der Zahn keinen Halt mehr hat, bleibt oft nur die Entfernung.
  • Tiefe Infektionen oder Abszesse: Wenn eine Entzündung das Zahnmark erreicht und weder eine Wurzelbehandlung noch Antibiotika helfen, muss der Zahn entfernt werden.
  • Retinierte Weisheitszähne: Weisheitszähne, die nicht vollständig durchbrechen oder schief liegen, können Schmerzen, Entzündungen oder Zahnverschiebungen verursachen. In solchen Fällen ist eine Entfernung notwendig.
  • Unfälle und Verletzungen: Stark beschädigte Zähne, die nicht wiederhergestellt werden können, müssen ebenfalls entfernt werden.
  • Kieferorthopädische Behandlungen: Manchmal werden Zähne entfernt, um Platz im Kiefer zu schaffen und eine erfolgreiche kieferorthopädische Behandlung zu ermöglichen.

Wenn Zahnerhalt keine Option mehr ist

Vor einer Zahnextraktion prüft der Zahnarzt immer, ob der Zahn durch eine Wurzelkanalbehandlung, eine Krone oder andere Maßnahmen erhalten werden kann. Der Zustand der Zahnwurzel spielt dabei eine zentrale Rolle.

Eine Extraktion ist jedoch unvermeidbar, wenn:

  • die Zahnwurzel beschädigt ist,
  • der Kieferknochen durch Parodontitis stark abgebaut wurde,
  • der Zahn unterhalb des Zahnfleischs gebrochen ist,
  • eine Wurzelkanalbehandlung scheitert oder ein Abszess trotz Behandlung bestehen bleibt.

In solchen Fällen sind restaurative Maßnahmen nicht mehr möglich, und die Entfernung des Zahns wird zur einzigen Lösung.

3. Wie bereitet man sich auf eine Zahnextraktion vor?

Bevor ein Zahn gezogen wird, führt der Zahnarzt eine gründliche Untersuchung durch, um den Eingriff optimal zu planen und mögliche Risiken zu minimieren.

Beratung und Untersuchung

Während der Voruntersuchung prüft der Zahnarzt den Zustand des betroffenen Zahns sowie des umliegenden Zahnfleisches. Röntgenaufnahmen helfen, die Wurzelstruktur und den Zustand des Kieferknochens genau zu beurteilen. Bei komplizierten Fällen, wie beispielsweise verlagerten Weisheitszähnen, kann eine 3D-Röntgenaufnahme (CBCT) zusätzliche Klarheit schaffen und eine präzisere Planung ermöglichen.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Erhebung Ihrer Krankengeschichte. Bringen Sie eine Liste Ihrer Medikamente mit und informieren Sie den Zahnarzt über gesundheitliche Probleme wie Herzerkrankungen, Leberprobleme, ein geschwächtes Immunsystem oder kürzlich eingesetzte Metallimplantate (z. B. Hüftprothesen). In solchen Fällen könnte eine prophylaktische Antibiotikatherapie notwendig sein, um das Risiko einer Infektion zu verringern. Während einer Zahnextraktion können Bakterien in die Blutbahn gelangen, was bei bestimmten Vorerkrankungen problematisch werden kann.

Nach der Untersuchung erstellt der Zahnarzt einen detaillierten Behandlungsplan. Dabei bespricht er auch die verschiedenen Anästhesieoptionen und gibt Ihnen einen Kostenvoranschlag, den Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können.

Arten der Betäubung

Die Wahl der Betäubung richtet sich nach der Komplexität des Eingriffs und Ihren individuellen Bedürfnissen. Bei unkomplizierten Zahnextraktionen wird meist eine Lokalanästhesie verwendet, die den betroffenen Bereich betäubt, während Sie wach bleiben. Für Patienten mit Zahnarztangst oder bei anspruchsvolleren Eingriffen kommen Sedierungsverfahren zum Einsatz, die einen entspannten oder leicht schlafähnlichen Zustand hervorrufen. In besonders schwierigen Fällen, wie bei verlagerten Weisheitszähnen oder mehreren Extraktionen, kann eine Vollnarkose notwendig sein. Diese wird oft in einer Klinik oder einem spezialisierten Zentrum durchgeführt.

Betäubungsart Bewusstsein Typische Anwendung
Lokalanästhesie Wach, Bereich betäubt Einfache Eingriffe
Sedierung Entspannt/schläfrig Angstpatienten, komplexe Fälle
Vollnarkose Bewusstlos Umfangreiche Eingriffe

Wenn Sie sich für eine Sedierung oder Vollnarkose entscheiden, sollten Sie eine Begleitperson organisieren, die Sie nach dem Eingriff nach Hause bringt, da Sie nicht selbst fahren dürfen.

Mit diesen Vorbereitungen wird der Grundstein für einen erfolgreichen und möglichst stressfreien Eingriff gelegt. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie mehr über den Ablauf der Zahnextraktion.

4. Der Ablauf der Zahnextraktion

Nach der Vorbereitung und der Betäubung beginnt der eigentliche Eingriff. Der genaue Ablauf hängt davon ab, ob es sich um eine einfache oder eine chirurgische Extraktion handelt.

Schritt 1: Betäubung

Zunächst wird eine Lokalanästhesie in das Zahnfleisch um den betroffenen Zahn injiziert. Dadurch werden der Zahn, das Zahnfleisch und umliegende Bereiche betäubt, sodass während des Eingriffs keine Schmerzen spürbar sind. Nach der Injektion bleibt das behandelte Gebiet taub, und es kann vorkommen, dass Lippen und Wangen bis zu zwei Stunden taub bleiben. Bei chirurgischen Eingriffen wird die Lokalanästhesie oft durch eine Sedierung oder Vollnarkose ergänzt, um den Eingriff angenehmer zu gestalten.

Schritt 2: Zahnextraktion

Bei einer einfachen Extraktion wird der Zahn zunächst mit einem Hebelwerkzeug (Elevator) gelockert. Sobald der Zahn beweglich ist, wird er mit einer Zahnzange (Forceps) aus der Alveole gezogen. Bei einer chirurgischen Extraktion sind die Schritte komplexer: Hier wird das Zahnfleisch geöffnet, überschüssiger Knochen entfernt und der Zahn möglicherweise in kleinere Stücke geteilt, um eine schonende Entfernung zu ermöglichen. In Fällen, bei denen der Zahn nahe am Unterkiefernerv liegt, wird manchmal nur die Krone entfernt (Koronektomie), um das Risiko von Nervenschäden zu minimieren. Die Methode wird individuell an die Situation des Patienten angepasst.

Schritt 3: Reinigung und Wundverschluss

Nach dem Entfernen des Zahns wird die Alveole (die Knochenhöhle, in der der Zahn saß) gründlich gereinigt und scharfe Kanten werden geglättet. Gegebenenfalls wird die Wunde genäht, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Um die Blutung zu stoppen und die Bildung eines schützenden Blutgerinnsels zu fördern, beißen Sie für 1–2 Stunden auf eine feuchte Gaze. Dieses Blutgerinnsel schützt die freiliegenden Knochen und Nerven und bildet die Grundlage für die Heilung. Der Zahnarzt überwacht anschließend den Heilungsverlauf, um sicherzustellen, dass alles wie geplant heilt.

5. Die Heilung nach der Zahnextraktion

Nach einer Zahnextraktion beginnt der Heilungsprozess sofort. Ein Blutgerinnsel bildet sich an der Wundstelle, um den darunterliegenden Knochen und die Nerven zu schützen und den Heilungsprozess zu starten. Die äußere Wundheilung des Zahnfleisches dauert meist 1 bis 2 Wochen, während der Kieferknochen etwa 3 bis 4 Monate benötigt, um sich vollständig zu regenerieren.

Heilungsverlauf

Direkt nach der Extraktion treten Schmerzen und Schwellungen auf, die in den ersten 48 bis 72 Stunden am stärksten sind. Danach lassen sie langsam nach. Das Zahnfleisch schließt sich in der Regel innerhalb von 14 Tagen, größere Wunden können jedoch 2–3 Wochen brauchen. Währenddessen findet im Knochen ein längerer Umbauprozess statt, der mehrere Monate andauert. Diese unterschiedlichen Heilungsphasen erfordern besondere Sorgfalt, um Komplikationen zu vermeiden.

Verhaltensregeln nach der Extraktion

In den ersten 24 Stunden ist es wichtig, eine feuchte Gaze auf die Wunde zu drücken, um die Blutung zu stoppen. Spülen, Strohhalme oder starkes Ausspülen sollten vermieden werden, da dies das schützende Blutgerinnsel lösen und eine „trockene Alveole" (Dry Socket) verursachen kann. Kühlen Sie die betroffene Wange mit Eisbeuteln in Intervallen von 10 bis 20 Minuten, gefolgt von 10-minütigen Pausen. Schlafen Sie mit erhöhtem Kopf, um Schwellungen zu minimieren.

Ernährung und Medikamente: Essen Sie erst, wenn die Betäubung vollständig abgeklungen ist, um Verletzungen zu vermeiden. In den ersten 3 Tagen sind weiche, lauwarme Speisen wie Suppen, Kartoffelpüree oder Nudeln ideal. Kauen Sie auf der gegenüberliegenden Seite und verzichten Sie auf Alkohol, Nikotin, Kaffee und Milchprodukte, da diese die Heilung beeinträchtigen können. Zur Schmerzbehandlung eignen sich Ibuprofen oder Paracetamol, während Aspirin (ASS) zu vermeiden ist, da es Nachblutungen fördern kann.

Mundhygiene: Beginnen Sie am Tag nach der Extraktion vorsichtig mit dem Zähneputzen, meiden Sie jedoch die Wundstelle für mindestens 3 Tage. Nach 24 Stunden können sanfte Salzwasserspülungen (½ Teelöffel Salz in lauwarmem Wasser) nach den Mahlzeiten helfen, die Wunde sauber zu halten. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung, Sport oder schwere Arbeit für 3 bis 7 Tage, da ein erhöhter Blutdruck die Wunde wieder öffnen könnte. Auch Sauna, Solarium und direkte Sonneneinstrahlung sollten in den ersten Tagen gemieden werden, um Schwellungen und Blutungen zu vermeiden.

Warnzeichen und Komplikationen

Wenden Sie sich umgehend an Ihren Zahnarzt, wenn starke Schmerzen auftreten, die 2 bis 3 Tage nach der Extraktion beginnen und bis zum Ohr ausstrahlen – ein Hinweis auf eine trockene Alveole. Weitere Warnzeichen sind: anhaltende starke Blutungen, Fieber über 38°C, Schüttelfrost, Eiteraustritt aus der Wunde, zunehmende Schwellung nach dem dritten Tag, Taubheitsgefühle in Lippen, Zunge oder Kinn (mögliche Nervenschädigung) sowie Schluck- oder Atembeschwerden. Falls Fäden verwendet wurden, die nicht selbstauflösend sind, sollten diese nach etwa 8 Tagen entfernt werden, um ein Einwachsen ins Gewebe zu verhindern.

6. Kosten und Versicherung bei Zahnextraktionen

Die Kosten für eine Zahnextraktion können stark variieren. Eine einfache Extraktion liegt bei etwa 80 € bis 220 €, während chirurgische Eingriffe (wie eine Osteotomie) zwischen 180 € und 400 € kosten können. Der Preis hängt von Faktoren wie der Anzahl der Wurzeln, der Position des Zahns und dem GOZ-Faktor (1,0 bis 3,5) ab.

Kostenübersicht

Hier finden Sie eine Übersicht der typischen Leistungen und ihrer Kosten:

Leistung Preißpanne Anmerkungen
Einfache Extraktion 80 € – 220 € GKV übernimmt vollständig
Chirurgische Extraktion 180 € – 400 € Für komplexe Fälle
Lokale Betäubung Im Grundpreis Von GKV gedeckt
Lachgas-Sedierung 100 € – 200 €/h Private Zusatzleistung
Vollnarkose 200 € – 500 €/h GKV nur bei med. Begründung
Röntgenaufnahme 30 € – 60 € Wird von GKV übernommen

Wie die Versicherung die Kosten übernimmt

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) deckt medizinisch notwendige Zahnextraktionen vollständig ab. Dazu gehören auch die Kosten für die lokale Betäubung. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen der Zahnarztpraxis und der Krankenkasse.

Für Komfort-Leistungen wie Lachgas-Sedierung oder Vollnarkose müssen Sie jedoch selbst aufkommen, es sei denn, es gibt eine medizinische Begründung. Beispiele hierfür sind eine zertifizierte Zahnarztphobie oder Eingriffe bei Kindern.

Wenn nach der Extraktion ein Zahnersatz erforderlich ist (wie eine Brücke, Krone oder ein Implantat), zahlt die GKV einen Festzuschuss von 60 % der Regelversorgung. Dieser Zuschuss kann durch ein lückenlos geführtes Bonusheft erhöht werden:

  • 70 % nach 5 Jahren
  • 75 % nach 10 Jahren

Eine Zahnzusatzversicherung kann die verbleibenden Kosten abdecken. Viele Tarife erstatten zwischen 80 % und 100 % der tatsächlichen Kosten für hochwertigen Zahnersatz, einschließlich Implantaten.

Vor jeder größeren Behandlung sollten Sie unbedingt einen Heil- und Kostenplan erstellen lassen und diesen zur Genehmigung bei Ihrer Versicherung einreichen. So behalten Sie die volle Kontrolle über die anfallenden Kosten.

Nach einer Zahnextraktion ist es sinnvoll, frühzeitig über einen passenden Zahnersatz nachzudenken, um sowohl die Funktion als auch die Ästhetik des Gebisses zu erhalten. Optionen wie Implantate, Brücken oder Prothesen können hier eine Lösung bieten.

7. Zahnersatz-Optionen nach der Extraktion

Nach einer Zahnextraktion entsteht eine Lücke, die sowohl ästhetische als auch funktionelle Probleme mit sich bringen kann. Ohne Ersatz können sich benachbarte Zähne verschieben, die Kaufunktion wird beeinträchtigt, und der Kieferknochen kann sich zurückbilden. Daher ist es sinnvoll, frühzeitig über geeigneten Zahnersatz nachzudenken. Hier sind die wichtigsten Möglichkeiten, um eine Zahnlücke zu schließen.

Die gängigsten Optionen für Zahnersatz

Es gibt drei Hauptmöglichkeiten, um eine Zahnlücke zu versorgen. Neben der Funktionalität spielen natürlich auch die Kosten eine Rolle.

  • Zahnimplantate: Diese künstlichen Zahnwurzeln aus Titan oder Keramik werden direkt im Kieferknochen verankert. Sie bieten eine äußerst stabile und langlebige Lösung, die sich wie ein natürlicher Zahn anfühlt. Da Implantate den Kieferknochen erhalten und die Nachbarzähne nicht belasten, gelten sie als besonders schonend. Allerdings beträgt die Einheilzeit in der Regel 4 bis 8 Wochen.
  • Zahnbrücken: Eine Brücke ist eine festsitzende Lösung, die sich an den benachbarten Zähnen abstützt. Sie kann eine Zahnlücke dauerhaft schließen und hält durchschnittlich etwa 20 Jahre. Der Nachteil: Die angrenzenden Zähne müssen beschliffen werden, um als Pfeiler zu dienen.
  • Prothesen: Herausnehmbare Prothesen gibt es als Teilprothesen (bei noch vorhandenen eigenen Zähnen) oder Vollprothesen (bei komplettem Zahnverlust). Implantatgetragene Prothesen bieten heute eine bessere Stabilität und höheren Tragekomfort als herkömmliche Modelle.

Versicherungsleistungen für Zahnersatz

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt einen Festzuschuss von 60 % der Kosten für die Regelversorgung. Mit einem lückenlos geführten Bonusheft erhöht sich dieser Zuschuss auf 70 % nach 5 Jahren und auf 75 % nach 10 Jahren regelmäßiger Vorsorge. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Implantate als Privatleistung gelten. Die GKV zahlt lediglich den Zuschuss für die Krone, die auf dem Implantat befestigt wird, nicht aber für das Implantat selbst.

Um die verbleibenden Kosten zu reduzieren, kann eine Zahnzusatzversicherung hilfreich sein. Viele Tarife übernehmen 80–100 % der Kosten für hochwertigen Zahnersatz. Vor der Behandlung ist es ratsam, einen Heil- und Kostenplan einzureichen, damit die Versicherung die Kostenübernahme prüfen kann.

8. Fazit

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass eine Zahnextraktion bei korrekter Durchführung und angemessener Nachsorge in der Regel ohne Komplikationen verläuft. Die Kosten für eine einfache Extraktion bewegen sich zwischen 80 € und 220 €, und die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt die Kosten vollständig, wenn ein medizinischer Grund vorliegt. Das Zahnfleisch benötigt etwa 7–10 Tage zur Heilung, während der Knochen in 3–4 Monaten vollständig regeneriert.

Nach einem Zahnverlust ist es wichtig, zeitnah für Zahnersatz zu sorgen, um Kieferknochenabbau und Zahnverschiebungen zu vermeiden. Die Krankenkasse übernimmt hierbei 60–75 % der Regelversorgung, beteiligt sich jedoch bei hochwertigen Lösungen wie Implantaten nur mit etwa 10 % der Gesamtkosten.

Eine Zahnzusatzversicherung kann diese finanzielle Lücke schließen und zwischen 80–100 % der Kosten für Implantate, Brücken oder Prothesen abdecken. Um sicherzustellen, dass die Kosten übernommen werden, sollte vor Beginn der Behandlung ein Heil- und Kostenplan eingereicht werden.

Ein regelmäßig geführtes Bonusheft kann den Festzuschuss der GKV erhöhen – von 60 % auf bis zu 75 % nach 10 Jahren regelmäßiger Vorsorge. Mit einer guten Absicherung und rechtzeitigem Zahnersatz steht einem gesunden und funktionellen Gebiss nichts im Weg.

9. Häufig gestellte Fragen

Um Probleme nach einer Zahnextraktion zu vermeiden, ist es wichtig, die Empfehlungen Ihres Zahnarztes genau zu befolgen. Nach dem Eingriff sollten Sie auf eine Mullkompresse beißen, um die Blutung zu stoppen. Dinge wie Rauchen, Alkohol oder körperliche Anstrengung können die Heilung beeinträchtigen – also besser darauf verzichten. Pflegen Sie die Wunde vorsichtig, indem Sie eine sanfte Mundhygiene einhalten, ohne die betroffene Stelle zu belasten.

Sollten Sie Symptome wie anhaltende Schmerzen, starke Schwellungen oder Eiter bemerken, zögern Sie nicht, Ihren Zahnarzt zu kontaktieren. Regelmäßige Kontrolltermine sind ebenfalls entscheidend, um den Heilungsprozess zu beobachten und mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Mit diesen Schritten unterstützen Sie eine reibungslose Genesung.

Nach einer Zahnextraktion gibt es verschiedene Möglichkeiten, die entstandene Zahnlücke zu schließen und sowohl die Funktion als auch die Ästhetik des Gebisses wiederherzustellen. Zu den gängigen Optionen gehören Zahnbrücken, Implantate und Prothesen.

  • Zahnbrücken: Hierbei werden die benachbarten Zähne als Stützen genutzt, um den fehlenden Zahn zu ersetzen. Diese Methode eignet sich besonders, wenn die angrenzenden Zähne stabil und gesund sind.
  • Implantate: Dabei handelt es sich um künstliche Zahnwurzeln aus Titan, die fest im Kieferknochen verankert werden. Darauf wird anschließend eine Krone befestigt. Diese Lösung bietet eine hohe Stabilität und Langlebigkeit.
  • Prothesen: Herausnehmbare Prothesen können individuell an den Zustand des Kiefers und die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. Sie sind eine flexible Alternative zu den festen Lösungen.

Die Entscheidung für den passenden Zahnersatz hängt von mehreren Faktoren ab, wie der Beschaffenheit des Kieferknochens, dem Gesundheitszustand der umliegenden Zähne und den individuellen Wünschen. Ihr Zahnarzt unterstützt Sie dabei, die für Sie optimale Lösung zu finden.

Ein Bonusheft kann helfen, die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bei zahnärztlichen Behandlungen deutlich zu verbessern. Es dient als Nachweis für regelmäßige Zahnarztbesuche und Vorsorgemaßnahmen.

Der Vorteil? Wer sein Bonusheft über mindestens 5 Jahre lückenlos führt, erhält in der Regel einen höheren Zuschuss der GKV für Zahnersatz – und zwar 65 % statt der üblichen 60 %. Wird das Heft sogar über 10 Jahre hinweg ohne Unterbrechung gepflegt, steigt der Zuschuss auf 70 %.

Ohne ein korrekt geführtes Bonusheft bleibt der Zuschuss jedoch bei 60 %, was bedeutet, dass Versicherte einen größeren Eigenanteil tragen müssen. Besonders bei planbaren Eingriffen wie Zahnextraktionen kann ein vollständig geführtes Bonusheft also erhebliche finanzielle Vorteile bringen.

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