2. Erste-Hilfe-Maßnahmen nach einem abgebrochenen Zahn
Im Anschluss an den Unfall sollte sofort Erste Hilfe geleistet werden:
Das Kind beruhigen und die Verletzung überprüfen
Beruhigen Sie Ihr Kind und sprechen Sie ruhig, aber bestimmt. In solchen Momenten steht Ihr Kind oft unter Schock und braucht Ihre Unterstützung.
Untersuchen Sie den Mund sorgfältig: Gibt es Blutungen, wackelnde Zähne oder einen ungleichmäßigen Biss? Wenn Kieferverletzungen oder ausgerenkte Zähne vermutet werden, suchen Sie sofort einen zahnärztlichen Notdienst auf. Klären Sie auch, ob ein Milchzahn oder ein bleibender Zahn betroffen ist, da dies die Behandlung maßgeblich beeinflusst. Bei offenen Wunden prüfen Sie den Tetanus-Impfschutz und sorgen Sie bei Bedarf für eine schnelle Auffrischung.
Den Mund reinigen und die Blutung stoppen
Spülen Sie den Mund vorsichtig mit klarem Wasser aus, um Blut und Schmutz zu entfernen. Achten Sie darauf, nicht direkt auf die Wunde oder den verletzten Zahn zu spülen, um weitere Schäden zu vermeiden. Lassen Sie Ihr Kind den Kopf leicht nach vorne neigen, damit Blut und Wasser abfließen können.
Um die Blutung zu stillen, legen Sie ein sauberes, fußelfreies Tuch, sterile Gaze oder ein Stofftaschentuch auf die Wunde und üben Sie sanften, aber konstanten Druck aus. Ihr Kind kann auch vorsichtig darauf beißen. In den meisten Fällen stoppt die Blutung innerhalb weniger Minuten.
Kältekompresse zur Schmerzlinderung auflegen
Sobald die Wunde versorgt ist, können Sie Maßnahmen zur Schmerzlinderung ergreifen.
Legen Sie eine kalte Kompresse oder ein feuchtes, kaltes Tuch auf die Aussenseite der Wange. Dies hilft, Schwellungen zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und kann bei starker Blutung unterstützend wirken. Kühlen Sie ausschließlich von außen – niemals direkt auf den Zahn oder freiliegende Nerven, da dies erhebliche Schmerzen verursachen kann.
Kühlen Sie in Intervallen von etwa 10 bis 15 Minuten, um Erfrierungen der Haut zu vermeiden. Diese Maßnahmen ersetzen nicht den Zahnarztbesuch, sie verschaffen Ihrem Kind jedoch Erleichterung, bis eine professionelle Behandlung möglich ist.