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Wann ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll? Kosten kennen, klug entscheiden

Die GKV zahlt nur 60% der Regelversorgung – bei hochwertigem Zahnersatz bleibt oft über 1.000 Euro Eigenanteil.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nur 60% der Kosten für die Regelversorgung – hochwertige Materialien zahlen Sie selbst.
  • check Gute Tarife mit 100% Erstattung beginnen bei etwa 13 bis 19 Euro monatlich für junge Erwachsene.
  • check Die Versicherung lohnt sich besonders für Menschen, die Keramik statt Metall und Implantate statt Brücken bevorzugen.
  • check Bereits angeratene oder begonnene Behandlungen sind vom Versicherungsschutz grundsätzlich ausgeschlossen.
  • check Schließen Sie die Versicherung ab, bevor größere Zahnprobleme entstehen – dann profitieren Sie am meisten.
Wann ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll?
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Inhaltsverzeichnis

1. Was die Kasse beim Zahnarzt wirklich zahlt

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt bei Zahnersatz nur 60% der Regelversorgung – bei hochwertigen Lösungen wie Keramikkronen oder Implantaten bleibt oft ein Eigenanteil von über 1.000 Euro. Eine Zahnzusatzversicherung kann diese Lücke schließen und die Kosten für Zahnersatz, Prophylaxe und Zahnbehandlungen deutlich reduzieren.

Doch lohnt sich der monatliche Beitrag wirklich? Die Antwort hängt von Ihrer persönlichen Situation ab: Alter, Zahngesundheit und gewünschter Versorgungsstandard spielen eine entscheidende Rolle. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist, welche Leistungen wichtig sind und worauf Sie beim Abschluss achten sollten.

2. Wann lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?

Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich vor allem dann, wenn Sie mit höheren Zahnarztkosten rechnen oder Wert auf eine Versorgung über den GKV-Standard hinaus legen. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt nur einen Festzuschuss für die sogenannte Regelversorgung – das ist die günstigste funktionell ausreichende Lösung.

Konkrete Szenarien, in denen sich eine Versicherung lohnt

  • Hochwertiger Zahnersatz gewünscht: Wer statt einer Metallkrone eine Keramikkrone möchte, zahlt 700 bis 1.500 Euro – die GKV übernimmt davon nur etwa 200 bis 250 Euro.
  • Implantate statt Brücke: Ein Zahnimplantat kostet zwischen 1.800 und 3.500 Euro. Die GKV zahlt nur den Festzuschuss für eine Brücke (ca. 500 bis 700 Euro), den Rest tragen Sie selbst.
  • Regelmäßige Prophylaxe: Eine professionelle Zahnreinigung kostet 80 bis 150 Euro pro Behandlung. Die GKV übernimmt dies meist nicht, viele Zahnzusatzversicherungen erstatten jedoch bis zu 200 Euro pro Jahr.
  • Früher Abschluss, niedrige Beiträge: Je jünger Sie beim Abschluss sind, desto günstiger sind die monatlichen Beiträge. Tarife mit 100% Erstattung gibt es für junge Erwachsene bereits ab 13 bis 19 Euro monatlich.

Besonders sinnvoll ist der Abschluss, bevor ein Zahnarzt eine Behandlung anrät. Denn bereits angeratene Behandlungen sind vom Versicherungsschutz grundsätzlich ausgeschlossen. Wer also weiß, dass in den kommenden Jahren Zahnersatz nötig werden könnte, sollte frühzeitig handeln.

3. Für wen ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll?

Nicht jeder profitiert gleichermaßen von einer Zahnzusatzversicherung. Die folgenden Personengruppen haben besonders gute Gründe für einen Abschluss:

Junge Erwachsene (18-30 Jahre)

In jungen Jahren sind die Beiträge besonders günstig – Tarife mit 100% Erstattung für Zahnersatz beginnen bei etwa 13 bis 19 Euro monatlich. Wer früh abschließt, baut langfristigen Schutz auf, bevor größere Zahnprobleme entstehen.

Menschen ab 40 Jahren

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Zahnersatz. Füllungen werden porös, Kronen und Brücken werden nötig. Eine Versicherung kann hier hohe Eigenanteile auffangen – auch wenn die Beiträge etwas höher liegen als in jungen Jahren.

Familien mit Kindern

Viele Tarife erstatten Kieferorthopädie für Kinder mit bis zu 75%, maximal 2.000 Euro. Die GKV übernimmt Zahnspangen nur bei schweren Fehlstellungen (KIG 3-5) – bei leichteren Fällen zahlen Eltern komplett selbst.

Wer hochwertigen Zahnersatz möchte

Die GKV zahlt nur für die Regelversorgung: Metallkronen im Backenzahnbereich, Brücken statt Implantate. Wer Keramik, Vollverblendungen oder Implantate bevorzugt, profitiert von einer Zusatzversicherung, die diese Mehrkosten übernimmt.

Menschen mit regelmäßiger PZR-Nutzung

Wer zweimal jährlich zur professionellen Zahnreinigung geht, zahlt 160 bis 300 Euro pro Jahr. Viele Tarife erstatten Prophylaxe zu 100% – das allein kann die Jahresbeiträge eines günstigen Tarifs bereits decken.

4. Was leistet die Zahnzusatzversicherung?

Eine Zahnzusatzversicherung ergänzt die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie übernimmt je nach Tarif zwischen 70% und 100% der Kosten für Zahnersatz, Zahnbehandlungen und Prophylaxe. Die wichtigsten Leistungsbereiche im Überblick.

Zahnersatz

Hierzu zählen Kronen, Brücken, Implantate und Prothesen. Die GKV zahlt nur einen Festzuschuss für die Regelversorgung. Bei einer Keramikkrone bleiben ohne Zusatzversicherung oft 500 bis 1.300 Euro Eigenanteil. Eine gute Zahnzusatzversicherung erstattet 70% bis 100% der Gesamtkosten.

Implantate

Ein Zahnimplantat kostet in der Regel 1.800 bis 3.500 Euro. Die GKV zahlt nur den Festzuschuss für eine Brücke – etwa 500 bis 700 Euro. Die Zusatzversicherung kann je nach Tarif 70% bis 100% der Implantatkosten übernehmen.

Prophylaxe und PZR

Die professionelle Zahnreinigung kostet 80 bis 150 Euro pro Behandlung. Die GKV zahlt dafür in der Regel nichts. Viele Tarife erstatten die Prophylaxe zu 100%, meist mit einem Limit von 80 bis 200 Euro pro Jahr.

Zahnbehandlungen

Füllungen, Wurzelbehandlungen und Parodontosebehandlungen werden je nach Tarif zu 75% bis 100% erstattet. Das kann bei aufwändigen Behandlungen mehrere hundert Euro ausmachen.

5. Kosten mit und ohne Zahnzusatzversicherung

Der Unterschied zwischen den Kosten mit und ohne Zahnzusatzversicherung kann erheblich sein. Besonders bei hochwertigem Zahnersatz lohnt sich ein genauer Blick auf die Zahlen.

Beispiel: Keramikkrone

  • Gesamtkosten: 700 bis 1.500 Euro
  • GKV-Zuschuss: etwa 200 bis 250 Euro
  • Eigenanteil ohne ZZV: 500 bis 1.300 Euro
  • Eigenanteil mit ZZV (100%-Tarif): 0 Euro

Beispiel: Zahnimplantat

  • Gesamtkosten: 1.800 bis 3.500 Euro
  • GKV-Zuschuss (für Brücke): etwa 500 bis 700 Euro
  • Eigenanteil ohne ZZV: 1.100 bis 3.000 Euro
  • Eigenanteil mit ZZV (100%-Tarif): 0 Euro

Was kostet eine Zahnzusatzversicherung monatlich

Die Beiträge hängen vom Alter, Leistungsumfang und Gesundheitszustand ab. Standard-Tarife mit guter Erstattung kosten für junge Erwachsene etwa 10 bis 25 Euro pro Monat. Tarife mit 100% Erstattung beginnen bei etwa 13 bis 19 Euro monatlich.

Ein Rechenbeispiel: Bei monatlichen Beiträgen von 15 Euro und einer Implantat-Behandlung für 2.500 Euro zahlt sich die Versicherung bereits im ersten Jahr aus – vorausgesetzt, die Zahnstaffel ist überschritten.

6. Worauf beim Abschluss achten?

Beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sollten Sie auf mehrere Punkte achten. Diese Faktoren entscheiden darüber, ob sich der Tarif für Sie lohnt.

Wartezeiten und Zahnstaffel

Die meisten Tarife haben Wartezeiten von 6 bis 8 Monaten. Für die professionelle Zahnreinigung gilt oft keine Wartezeit. Zusätzlich begrenzt die Zahnstaffel die Erstattung in den ersten Jahren: Im ersten Jahr oft nur 500 bis 1.000 Euro, ab dem vierten Jahr meist unbegrenzt.

Gesundheitsfragen ehrlich beantworten

Vor dem Abschluss werden Fragen zu Ihrer Zahngesundheit gestellt. Typische Fragen betreffen Parodontitis, fehlende Zähne, laufende Behandlungen und vorhandene Prothesen. Falsche Angaben können zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.

Wichtig: Bereits angeratene oder begonnene Behandlungen sind vom Versicherungsschutz grundsätzlich ausgeschlossen. Schließen Sie die Versicherung daher ab, bevor der Zahnarzt eine Behandlung empfiehlt.

Vertragsbedingungen

Die Mindestlaufzeit beträgt meist 2 Jahre mit einer Kündigungsfrist von 1 Monat zum Vertragsende. Bei einem Tarifwechsel gehen erworbene Rechte wie überwundene Wartezeiten verloren.

7. Wann ist eine Zahnzusatzversicherung nicht sinnvoll?

Eine Zahnzusatzversicherung ist nicht immer die richtige Wahl. In bestimmten Situationen kann der Abschluss weniger sinnvoll oder sogar problematisch sein.

Behandlung bereits angeraten

Hat Ihr Zahnarzt bereits eine Behandlung empfohlen, ist diese vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Die Versicherung zahlt nur für Behandlungen, die nach Abschluss und nach Ablauf der Wartezeit angeraten werden.

Viele fehlende Zähne

Bei mehreren fehlenden Zähnen verlangen viele Versicherer Beitragszuschläge oder lehnen den Antrag ab. In diesem Fall kann die Eigenfinanzierung wirtschaftlicher sein.

Hohe Beiträge im Alter

Die Beiträge steigen mit dem Alter. Wer erst spät abschließt, zahlt deutlich mehr als jüngere Versicherte. Gleichzeitig begrenzt die Zahnstaffel die Erstattung in den ersten Jahren – eine Kombination, die sich in manchen Fällen nicht rechnet.

8. Fazit: Für wen lohnt sich die Zahnzusatzversicherung?

Eine Zahnzusatzversicherung ist sinnvoll, wenn Sie hochwertigen Zahnersatz bevorzugen und sich vor hohen Eigenanteilen schützen möchten. Besonders für junge Erwachsene mit günstigen Beiträgen, Familien mit Kindern und Menschen ab 40 Jahren kann sich der Abschluss lohnen.

Weniger sinnvoll ist die Versicherung, wenn bereits eine Behandlung angeraten wurde oder wenn Sie viele fehlende Zähne haben. Schließen Sie die Versicherung idealerweise ab, bevor größere Zahnprobleme entstehen – dann profitieren Sie am meisten vom Schutz.

9. Häufige Fragen zur Zahnzusatzversicherung

Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich besonders für Menschen, die hochwertigen Zahnersatz wie Keramikkronen oder Implantate bevorzugen. Auch junge Erwachsene profitieren von günstigen Einstiegsbeiträgen ab etwa 13 Euro monatlich. Familien mit Kindern können Kieferorthopädie-Leistungen nutzen, und Menschen ab 40 Jahren sichern sich gegen steigende Zahnersatz-Kosten ab.
Idealerweise schließen Sie eine Zahnzusatzversicherung ab, bevor der Zahnarzt eine Behandlung anrät. Bereits angeratene Behandlungen sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Je früher Sie abschließen, desto niedriger sind die monatlichen Beiträge. Beachten Sie auch die Wartezeiten von meist 6 bis 8 Monaten.
Nein, bereits angeratene oder begonnene Behandlungen sind vom Versicherungsschutz grundsätzlich ausgeschlossen. Das gilt auch für Behandlungen, die der Zahnarzt im Heil- und Kostenplan dokumentiert hat, bevor der Versicherungsvertrag beginnt. Diese Regel gilt bei nahezu allen Anbietern.
Die Beiträge hängen vom Alter, Leistungsumfang und Gesundheitszustand ab. Standard-Tarife mit guter Erstattung kosten für junge Erwachsene etwa 10 bis 25 Euro monatlich. Tarife mit 100% Erstattung für Zahnersatz beginnen bei etwa 13 bis 19 Euro pro Monat. Im höheren Alter oder bei umfassenden Leistungen können die Beiträge auf 40 bis 60 Euro steigen.
Altersrückstellungen können die Beitragssteigerungen im Alter abfedern. Ein Teil Ihres Beitrags wird angespart, um spätere Erhöhungen zu dämpfen. Ob sich das lohnt, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Tarife ohne Altersrückstellungen sind anfangs günstiger, steigen aber im Alter stärker.
Ja, ein Wechsel ist möglich. Die übliche Mindestlaufzeit beträgt 2 Jahre mit einer Kündigungsfrist von 1 Monat zum Vertragsende. Beachten Sie: Bei einem Wechsel gehen erworbene Rechte wie überwundene Wartezeiten und Zahnstaffeln verloren. Beim neuen Anbieter beginnen diese Fristen erneut.
Eine Zahnzusatzversicherung kann für Kinder sinnvoll sein, wenn kieferorthopädische Behandlungen absehbar sind. Viele Tarife erstatten Kieferorthopädie für Kinder mit bis zu 75%, maximal 2.000 Euro. Die GKV übernimmt Zahnspangen nur bei schweren Fehlstellungen (KIG 3-5). Bei leichteren Fällen zahlen Eltern ohne Zusatzversicherung die gesamten Kosten selbst.
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